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	<description>Jonas schreibt Berichte aus Nicaragua</description>
	<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 18:36:11 +0000</pubDate>
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		<title></title>
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		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 18:35:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[La Casita del Árbol]]></category>

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		<description><![CDATA[Meinen letzten Eintrag im Blog schrieb ich vor Äonen. Zivilisation sind auferstanden und zerfallen, Kinder wurden gezeugt, Bäume gepflanzt, Häuser gebaut. Und auch hier ist einiges passiert.
In den letzten zwei Wochen haben wir, von der „casita del árbol&#8221; gemeinsam mit anderen Künstlerverbänden aus Tipitapa ein kulturelles Großprojekt gestemmt. Zumindest gemessen an der visionären Bedeutung die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img src="http://jonasschneider.de/blog/wp-content/uploads/2009/DSC02549_(800x536).jpg" alt="" width="500" height="335" /><p class="wp-caption-text">José Aragón und ein anderer Kuenstler aus Tipitapa begutachten des Meisters juengstes Werk.</p></div>
<p>Meinen letzten Eintrag im Blog schrieb ich vor Äonen. Zivilisation sind auferstanden und zerfallen, Kinder wurden gezeugt, Bäume gepflanzt, Häuser gebaut. Und auch hier ist einiges passiert.<span id="more-232"></span></p>
<p>In den letzten zwei Wochen haben wir, von der „casita del árbol&#8221; gemeinsam mit anderen Künstlerverbänden aus Tipitapa ein kulturelles Großprojekt gestemmt. Zumindest gemessen an der visionären Bedeutung die eine Kunstaustellung in der Kulturwüste Tipitapa hat, muss man von einem Großprojekt sprechen.</p>
<p>Ausgangspunkt dafür war der Tipitapaaufenthalt des hier geborenen, in Spanien lebenden, Künstlers José Aragón, der von sich aus den Kontakt zur Bibliothek suchte, nachdem ihm zu Ohren gekommen war, dass es in seiner Heimatstadt tatsächlich solch ein kulturelles Projekt gibt. Er war hergekommen um hier zu Arbeiten und seine Bilder in Managua auszustellen, doch nach dem ersten Gesprächsabend in der Bibliothek keimte insbesondere bei <acronym title="Seit 12 Jahren in Nicaragua lebende Deutsche und meine Projektleitern. (40+)">Svenja</acronym> schnell die Idee mit seiner Unterstützung, seinen Bildern und seinem internationalen Renomée auch in Tipitapa ein Ausstellung ausschließlich mit Künstlern aus Tipitapa zu organisieren. Aragón ließ sich schnell überzeugen, auch wenn er im Rückblick zugab zu diesem Zeitpunkt wenig Vertrauen in das Gelingen der Unternehmung hatte und <acronym title="Seit 12 Jahren in Nicaragua lebende Deutsche und meine Projektleitern. (40+)">Svenja</acronym> eher als idealistische Träumerin ansah die schon noch an den Realitäten zu scheitern haben würde.</p>
<p>Da zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar war, wie lange Aragón sich hier aufhalten würde, stand die Organisation unter einem gewissen Zeitdruck, so dass alles größtenteils von <acronym title="Seit 12 Jahren in Nicaragua lebende Deutsche und meine Projektleitern. (40+)">Svenja</acronym> in drei Wochen geplant werden musste.</p>
<p>Veranstaltungsorte waren recht schnell gefunden, da es hier natürlich nicht so etwas wie eine Kunsthalle gibt, alle jedoch mit etwas provisorischem Charakter. Insbesondere zu nennen an der Stelle ein leerstehendes Kioskgebäude im Zentrum des örtlichen Parks. Mit glaslosen, vergitterten Fenster und ohne Strom. Die meiste Zeit jedoch war die Ausstellung im Traditionsrestaurant „Silva&#8221; einquartiert, in dem schon Diktator Somoza aber auch erinnerungswertere Politprominenz aus Managua gespeist haben.</p>
<p>Im Restaurant fand auch die Eröffnung, und nachdem die Ausstellung nach den ersten Erfolgen um eine Woche verlängert wurde auch die Neueröffnung statt. Letztere mit der dringend erhofften und beim ersten mal schmerzlich vermissten Teilnahme des Bürgermeisters und anderer Lokalpolitiker plus iranischem Botschafter aus Managua.</p>
<p>Wir Bibliotheksfreiwilligen waren während der ganzen Zeit mit allen möglichen Wasserträgerjobs beschäftigt: Einladungen verteilen, Bilder aufhängen, umziehen, Nachts auch bewachen, Fotos machen, im TV auftreten, Kekse backen und was sonst eben noch so anfiel. Mein Startschuss zur Karriere als TV-Talkmaster wurde mir unglücklicherweise vergönnt, da mich die Regieassistentin kurzbehost nicht vor die Kamera lassen wollte, aber wenigstens <acronym title="Deutsche und meine Mitfreiwillige.">Sarah</acronym> hatte Warhols knappe 15 Minuten Ruhm. Ich spar mir die für wann anders auf.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Wanderausflug</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 18:10:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Diesdas]]></category>

		<category><![CDATA[Photografie]]></category>

		<category><![CDATA[Privates]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier ein paar Bilder, die erst mal einfach so alleine da stehen muessen. Ich hab den Artikel, den ich eigentlich veroeffentlichen wollte daheim auf meinem PC vergessen.
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			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignleft" style="width: 510px"><a class="flickr-image alignnone" title="DSC02598 (1600x1071)" rel="flickr-mgr" href="http://www.flickr.com/photos/35286696@N02/3987911514/"><img class="flickr-small " title="Rast" src="http://farm3.static.flickr.com/2660/3987911514_c480d7bf96.jpg" alt="DSC02598 (1600x1071)" width="500" height="334" /></a><p class="wp-caption-text">Daniel, einer der neuen Freiwilligen und im Hintergrund Malindi, auch neue Freiwillige.</p></div>
<p><span id="more-227"></span><!--more-->Hier ein paar Bilder, die erst mal einfach so alleine da stehen muessen. Ich hab den Artikel, den ich eigentlich veroeffentlichen wollte daheim auf meinem PC vergessen.<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="300" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="flashvars" value="offsite=true&amp;lang=de-de&amp;page_show_url=%2Fphotos%2F35286696%40N02%2Fsets%2F72157622405552907%2Fshow%2F&amp;page_show_back_url=%2Fphotos%2F35286696%40N02%2Fsets%2F72157622405552907%2F&amp;set_id=72157622405552907&amp;jump_to=" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="300" src="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649" allowfullscreen="true" flashvars="offsite=true&amp;lang=de-de&amp;page_show_url=%2Fphotos%2F35286696%40N02%2Fsets%2F72157622405552907%2Fshow%2F&amp;page_show_back_url=%2Fphotos%2F35286696%40N02%2Fsets%2F72157622405552907%2F&amp;set_id=72157622405552907&amp;jump_to="></embed></object></p>]]></content:encoded>
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		<title>Geteiltes Leid ist halbes Leid&#8230;</title>
		<link>http://jonasschneider.de/blog/2009/08/geteiltes-leid-ist-halbes-leid/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 15:08:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[La Casita del Árbol]]></category>

		<category><![CDATA[Photografie]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;das dachten sich vielleicht auch die beiden Hälften von Sarah&#8217;s Finger nachdem sie heute, von einer rabiat-herzhaften Krankenschwester im öffentlichen Gesundheitszentrum von Tipitapa zusammengeflickt, wieder gewohnte Zweisamkeit (oder besser Einsamkeit) genießen konnten. Der Grund mich mal wieder im Blog zu melden ist allerdings nicht dieser kleine Machetenunfall, sondern vielmehr mein Versprechen irgendwann die getreue Leserschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignleft" style="width: 510px"><a class="flickr-image alignnone" title="DSC02222 (1600x767)" rel="flickr-mgr" href="http://www.flickr.com/photos/35286696@N02/3797599641/"><img class="flickr-small  " title="Schmetterlingschwärme" src="http://farm3.static.flickr.com/2579/3797599641_5a7bc2e241.jpg" alt="DSC02222 (1600x767)" width="500" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Auf dem Weg zur Finca wandern wir seit einiger Zeit und nach beginn der Regenperiode immer durch Schwärne von Schmetterlingen</p></div>
<p>&#8230;das dachten sich vielleicht auch die beiden Hälften von <acronym title="Deutsche und meine Mitfreiwillige.">Sarah</acronym>&#8217;s Finger nachdem sie heute, von einer rabiat-herzhaften Krankenschwester im öffentlichen Gesundheitszentrum von Tipitapa zusammengeflickt, wieder gewohnte Zweisamkeit (oder besser Einsamkeit) genießen konnten. Der Grund mich mal wieder im Blog zu melden ist allerdings nicht dieser kleine Machetenunfall, sondern vielmehr mein Versprechen irgendwann die getreue Leserschaft auch projekttechnisch mal wieder auf den neusten Stand zu bringen.<span id="more-221"></span></p>
<p>Da ich mich bis jetzt fast nur am Anfang und/oder aus dem Urlaub gemeldet hatte könnte bei den weniger Informierten von euch der Gedanke aufgekommen sein meine Hauptbeschäftigung im fernen Nicaragua bestehe hauptsächlich aus Bauchbräunerei und Rumverkostung, aber dem ist natürlich nicht so. Ich arbeite. Ich arbeite derzeit praktisch Vollzeit an der Homepage für die Bibliothek und die Jugendbrigade (die Jugendabteilung der Bibliotheksfreiwilligen), die eine Zwillingsseite mit Informationen über beide Teile des Projekts werden soll, und sowohl die örtliche Bevölkerung über Aktivitäten, die von der Bibliothek ausgehen, informieren als auch zum zukünftigen Spendensammeln und Freiwilligen informieren in Deutschland dienen soll. Ohne Internet und auf meinem Minilaptop zieht sich das alles zwar ziemlich hin aber ich bin guter Dinge, das es nicht mehr allzu lange dauern wird und peile mal so Anfang, Mitte September als Starttermin an.</p>
<p>Das Baumhaus ist mittlerweile von uns fertig gestrichen, die Leiter konstruiert und zum Begehen freigegeben worden und wir müssen eigentlich nur noch den geplanten Termin um mit den Kindern noch ein wenig weiter zu verzieren umsetzen.</p>
<p>Die Sarahs machen derzeit weiter fleißig Englisch- und neuerdings auch Mathekurse und <acronym title="Deutsche und meine Mitfreiwillige.">Sarah</acronym> richtet derzeit eine Leseecke für Vorlesestunden in der Bibliothek ein.</p>
<p>Ich will demnächst auf jeden Fall mit einem Schachkurs und eigentlich sehr gerne auch mit einem Zeichenkurs anfangen. Den Beginn des Zeichenkurs verzögert derzeit jedoch hauptsächlich meine Arbeit an der Homepage, da ich dem Kurs gerne ein wenig Planung vorausschicken würde, den Kopf aber gerade einfach nicht richtig frei bekomm. Das gelingt mir eigentlich nur bei der nach wie vor allwöchentlichen Arbeit auf der Finca. Diese tumbe, körperliche Arbeit ist für mich das richtige um mich geistig zu entspannen, zumindest soweit mir das eben möglich ist mit meiner chronischen Verkrampfung&#8230;</p>
<p>Zuletzt haben wir in dreitägiger, harter Arbeit ein 6-Kubikmeter-Loch zur Düngerproduktion ausgehoben und heute nun, naja, heute gab&#8217;s  von <acronym title="Deutsche und meine Mitfreiwillige.">Sarah</acronym> noch das nötige Blutpfand, das jede größere von Menschenhand erbaute Konstruktion schon seit Urgroßvaters Zeiten zum Gelingen nötig hat. Ein Glück.</p>
<p>Die Pläne für die große Pizzarevolution die ich hier in Tipitapa angedacht hatte (hatte ich davon eigentlich schon im Blog berichtet?) sind derzeit ein wenig ins Stocken geraten. Das Problem ist, dass uns nach wie vor eine adäquate Örtlichkeit zum Verkauf selbiger fehlt und sich die Vermieter der potentiellen Standorte bis jetzt entweder in so vornehmem wie totem Schweigen üben oder sich gar nicht erst ausfindig machen lassen wollen. Da fällt mir gerade auf das schon mindestens 25 Millionen Monate kein köstliches Olivenöl mehr meinen Gaumen benetzt hat.</p>
<p>Außerdem noch passiert: Die Ankunft der neuen Freiwilligen. Nachdem <acronym title="Deutsche und meine Mitfreiwillige.">Sarah</acronym> II, die ja quasi nur mal vorbeigeschaut hat, uns demnächst wieder verlassen wird sind nun letzten Freitag und Samstag zwei neue längerfristige, von YAP entsendete, Freiwillige in Nicaragua eingetroffen. Malindi und Daniel. Letzterer ist direkt weiter zum 4-wöchigen Sprachkurs in den Norden aufgebrochen, erstere blieb uns erhalten verbringt nun ihre Tage damit Tipitapa und die Sprache kennenzulernen.</p>
<p>Ich melde mich hoffentlich bald wieder und hier noch eine kleines Händchen voll Fotos vom heutigen Trip zur Finca.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="300" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="flashvars" value="offsite=true&amp;lang=de-de&amp;page_show_url=%2Fphotos%2F35286696%40N02%2Fsets%2F72157621971567874%2Fshow%2F&amp;page_show_back_url=%2Fphotos%2F35286696%40N02%2Fsets%2F72157621971567874%2F&amp;set_id=72157621971567874&amp;jump_to=" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="300" src="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649" allowfullscreen="true" flashvars="offsite=true&amp;lang=de-de&amp;page_show_url=%2Fphotos%2F35286696%40N02%2Fsets%2F72157621971567874%2Fshow%2F&amp;page_show_back_url=%2Fphotos%2F35286696%40N02%2Fsets%2F72157621971567874%2F&amp;set_id=72157621971567874&amp;jump_to="></embed></object></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Trinkt Fresco!</title>
		<link>http://jonasschneider.de/blog/2009/07/trinkt-fresco/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 01:59:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Privates]]></category>

		<category><![CDATA[Rezepte]]></category>

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		<description><![CDATA[Fresco Natural (eigentlich Refresco) ist die Bezeichnung für alle Kombinationen von Wasser, Eis, Zucker und einem oder mehreren Aromastoffen, meistens Früchten, die jeder Nica quasi schon gleichzeitig mit der Muttermilch eingeflöst bekommt und so was wie die letzte Bastion im Kampf gegen Cola und Pepsi. Im folgenden liste ich mal ein paar Kombinationsmöglichkeiten und die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fresco Natural (eigentlich Refresco) ist die Bezeichnung für alle Kombinationen von Wasser, Eis, Zucker und einem oder mehreren Aromastoffen, meistens Früchten, die jeder Nica quasi schon gleichzeitig mit der Muttermilch eingeflöst bekommt und so was wie die letzte Bastion im Kampf gegen Cola und Pepsi. <span id="more-215"></span>Im folgenden liste ich mal ein paar Kombinationsmöglichkeiten und die gebräuchslichsten, hier erhältlichen Mischungen, die man sich auch in Deutschland relativ problemlos machen können sollte, auf. Alle werden am besten im hohen Sodaglas und mit crushed ice und Strohhalm, und für die Weicheier und Frauen auch mit Zitronenring oder Minzeblatt, serviert. Alle Angaben sind pro Glas (so 0,4 oder so) und müssen hochgerechnet werden, sollte sich das einer nicht zutrauen, wende er sich an die dafür nicht zuständige Bildungsministerin <a title="a nette schwan" href="http://www.annette-schavan.de" target="_blank">Anette Schavan</a>.</p>
<h2>Ensalada de Fruta</h2>
<p>Die beste Version (und gleichzeitig auch die teuerste), die ich bis jetzt getrunken habe, gibt&#8217;s bei unserer Bibliothek um die Ecke und hat mir so schon einige mal einen stressigen Morgen nachträglich versüßt. Sie geht in etwa so:</p>
<ol>
<li><span style="text-decoration: line-through;">Da es hier noch ein paar Sachen gibt die in Deutschland keine Sau kennt nehmt einfach was im Supermarkt gut aussieht und euch schmeckt. Bei meiner Version schmeck&#8217; und seh&#8217; ich Ananas, Wassermelone und eine Art Honigmelone heraus, die alle in halbzentimetergroße Würfel geschnitten sind. Von den Orangen würde ich nur den Saft nehmen, da die andern drei Früchte auf die genannte Größe getrimmt das Superduper-Kau-Erlebnis sind. Von den kleingewürfelten Früchten kommen gute 3 EL ins Glas. Erdbeeren wären auch noch lässig, kosten hier aber ein Vermögen und Pfirsiche/Nektarinen gibt&#8217;s nicht. Sollte aber auch bei euch beides gerade keine Saison haben, oder? Ansonsten, probierts!</span> Alles quatsch! Heute habe ich gefragt und es kommt rein: Ananas, Papaya und Orange. Papaya und Ananas werden kleingewuerfelt und von den Orangen am besten nur der Saft genommen. Das ganze wird mit den Gewuerzen aus dem naechsten Punkt aufgekocht. Also im Prinzip ein Weihnachtspunsch. Nur exotischer und kalt.</li>
<li>Bei genannter Kombination gab für mich den Kick die Zimtstange und soweit ich das richtig erkannt hab auch die Nelken, die sie bei uns an der Ecke noch beimischen. 1/3 Zimtstange und 1-2 gequetschte Nelken, auf die man besser danach nicht beisst sollten reichen.</li>
<li>1-2 EL Zucker, Eis und Wasser machen das Glas voll.</li>
<li>Wartezeit, damit die Aromen sich entfalten ist immer gut. Also am besten ein Weilchen kühlstellen.</li>
</ol>
<h2>Avena</h2>
<p>Nun, ich liebe diesen Fresco wirklich; ich mag den getreidigen Geschmack von Hafer und mit einem Hauch Vanille oder Zimt wird daraus ein echter Knaller. Supereinfach und billig ist er außerdem.</p>
<ol>
<li>3 El Haferflocken oder 2 EL gemahlenen Hafer (gibt&#8217;s das überhaupt in Deutschland?) in das Glas geben.</li>
<li>2-3 EL Zucker und eine 1/3 Zimtstange oder den entsprechenden Teil einer Vanilleschote etwas zerbröselt dazugeben. Wers wirklich günstig mag verzichtet auf Vanille und Zimt, so trink ich ihn auch fast immer.</li>
<li>Mit Wasser und Eis auffüllen.</li>
<li>Umrühren, ein bisschen gedulden, trinken.</li>
</ol>
<h2>Calala</h2>
<p>Zu deutsch „Maracuya&#8221; ist auch ein echter Renner und die maracuyatypischen Samen die optisch ein wenig an Froschlaich erinnern geben dem ganzen noch ein wenig Biss, sprich man langweilt sich beim Trinken nicht, sondern darf fleißig kauen. Ich mag das.</p>
<ol>
<li>Alle meine Angaben sind geraten, so auch diese: 3-4 Maracuyas, teilen und Fruchtfleisch mit Samen in das Glas löffeln.</li>
<li>Wasser, Eis und 2-3 EL Zucker zugeben.</li>
<li>Umrühren.</li>
<li>Ins Klo schütten, spülen, staunen ODER trinken.</li>
</ol>
<h2>Zanahoria-Naranja</h2>
<p>Möhre-Orange. Was zuerst nach Ökoladenpunsch klingt ist tatsächlich absolut genießbar. Vor allem diese Kombination gefällt mir, häufig gibt&#8217;s die beiden einzelnen Aromen jedoch auch getrennt. Es wird jedoch vermutlich in Deutschland schlichtweg unmöglich sein Orangen aufzutreiben, die auch nur annähernd so aromatisch sind wie die grünen, kleinen Dinger mit zähem Fruchtfleisch, die es hier gibt, die aber geschmackstechnisch von denen in Deutschland genausoweit weg sind wie Steinmeier von der Kanzlerschaft.</p>
<ol>
<li>1-2 Orange auspressen und mit handbreitegroßem Stück Möhre im Mixer mixxen.</li>
<li>Wasser, Eis, 1-2 EL Zucker druff.</li>
<li>Voilá</li>
</ol>
<h2>Piña</h2>
<p>Ananas. Nunja, Ananas eben. Ich mag Ananas. ANNA-ANNA-ANANAS.</p>
<ol>
<li>1-2 Scheiben einer reifen, geschälten Ananas irgendwie kleinmachen (manche von euch sollen ja ganz famose Mixer besitzen) und ins Glas schütten.</li>
<li>Ich dachte mir gerade so, dass ein bisschen Minze dazu sehr fresh sein könnte, aber die Konservativen unter euch lassen das wohl besser und wählen auch weiter CDU.</li>
<li>Der Dreiklang aus Wasser, Eis und 1-2 EL Zucker macht Fresco draus.</li>
</ol>
<h2>Limonada</h2>
<p>Als ich noch in Deutschland war hab ich nie wirklich über den Namen nachgedacht, bis mir in Nicaragua aufgefallen ist wie gebräuchlich es hier ist sich seine Limonade, also Limonengetränk, selber zu machen. Wobei auch hier gilt, dass deutsche Zitronen (oder italienische, israelische oder iranische) geschmacklich nicht annährend mit den, zugegeben auch hässlichen, von hier mithalten können.</p>
<ol>
<li>2-3 Zitronen aufschneiden, auspressen und in das Glas geben.</li>
<li>2-3 EL Zucker und wer&#8217;s mag (ich z.B.) auch 1 gestrichenen TL Salz zugeben.</li>
<li>Mit ner kleinen Hand crushed Eis und/oder Eiswasser auffüllen.</li>
<li>Umrühren. Fertig. Minzeblatt.</li>
</ol>
<h2>Leche con Banane</h2>
<p>An der Stelle sei nur an Bananenmilch erinnert, da ich jedem von euch zutraue eine solche ohne Anleitung selbst zu machen. Eiskalt muss sie sein und probiert doch mal ein bisschen Zimt reinzutun.</p>
<p>Wie euch vielleicht aufgefallen ist sind alle Rezepte frei runtergeschrieben, ich wollte euch also hauptsächlich Anregungen geben und außerdem den deutschen Sommer versüßen. Man kann übrigens da auch Alkohol reinmachen. Nur so. Mal.</p>
<p>Grüße von eurem Onkel Jonas.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Berge</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 09:11:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Diesdas]]></category>

		<category><![CDATA[Photografie]]></category>

		<category><![CDATA[Privates]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein neuer Tag, ein neuer Bericht. Mal schauen wie lange ich das so durchhalte. Hier ist es gerade schon ziemlich in der Nacht, 1:44 sagt die Uhr und ich bin mit Mijail und zwei Kumpanen in Managua, im seinem Buero das zu bewachen uns seine Mutter aufgetragen hat. Der Cousins des frueheren Waechters war naemlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignleft" style="width: 510px"><a class="flickr-image aligncenter" title="DSC02035 (1600x1071)" rel="flickr-mgr" href="http://www.flickr.com/photos/35286696@N02/3712478994/"><img class="flickr-small" src="http://farm3.static.flickr.com/2518/3712478994_9e5510c75e.jpg" alt="DSC02035 (1600x1071)" width="500" height="334" /></a><p class="wp-caption-text">Auf der Ladeflaeche eines Pickups reisen wir gutgelaunt nach Norden</p></div>
<p><span id="more-209"></span>Ein neuer Tag, ein neuer Bericht. Mal schauen wie lange ich das so durchhalte. Hier ist es gerade schon ziemlich in der Nacht, 1:44 sagt die Uhr und ich bin mit <acronym title="Nica, Anwalt und mein Mentor vor Ort (25).">Mijail</acronym> und zwei Kumpanen in Managua, im seinem Buero das zu bewachen uns seine Mutter aufgetragen hat. Der Cousins des frueheren Waechters war naemlich auf die clevere Idee gekommen Sachen hier mitgehen zu lassen, was seinen Kumpel nun folglicherweise den Job kostete. Und so sitzen wir nun hier, teeren unsere Lungen, schwaerzen unsere Zaehne mit Kaffee und Coke und warten auf den Morgen. Ausserdem hoere ich die beste Nachtmusik aller Zeiten, &#8220;Burial&#8221;, die ihr, falls ihr sie noch nicht kennt, spaetestens jetzt einmal ausprobieren solltet. Nun aber zum versprochenen Restreisebericht.</p>
<h2>Die Berge</h2>
<p>Nach dem gemeinsamen netten Abend zusammen im Haus am See nahmen wir am naechsten Morgen die uns nachgereiste <acronym title="Deutschsprechende, aeltere (18) Tochter von Svenja.">Dinah</acronym> in Empfang, die mit uns nun weiter in Richtung Javiers Familie in den Bergen aufbrechen sollte.</p>
<p>Den Weg auf die Finca hatten wir uns schon im Vorraus als Ereigniss geplant, da wir naemlich mit Pferden reiten wollten. So eroeffnete sich uns nun also die maerchenhafte Schoenheit der nicaraguanischen Berge auf dem Ruecken der Pferde, auf denen, wie man ja weiss, auch ein guter Teil des Gluecks unserer Erde mitreist. Hust. Schmonzerei, ich weiss. Aber es faellt mir tatsaechlich schwer die unglaubliche Gewalt und ueberwaeltigende Schoenheit dieser fast gaenzlich unberuehrten Natur in treffende Worte zu packen.</p>
<p>Der Blick wird auf den Bergsaetteln so weit, dass den Augen angesichts der Dimension nur noch die Kapitulation bleibt und man sie am besten schliesst. Gleichzeitig spuer ich meinen Greenhorn-Hintern schon recht frueh, was mich aus den luftigen Hoehen in die sich meine Vorstellungskraft aufgeschwungen schnell wieder auf den banalen Boden der Tatsachen zurueckbringt.</p>
<p>Ich gehe also eine Weile mit Javiers Onkel, der mir von seinem einfachen Leben ohne Strom und fliessend Wasser erzaehlt, seinen zwoelf Kuehen, den vier Pferden und davon, dass wenn geschlachtet wird, das immer zuerst mit allen umstehenden Fincas abgeklaert und das Fleisch dann gemeinsam verbraucht werden muss. Ich denke mir dabei, dass die Natur ihn dafuer durchaus reich entschaedigt und frage mich wie lange ich wohl so leben koennte.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a class="flickr-image alignright" title="Ich (1600x1071)" rel="flickr-mgr" href="http://www.flickr.com/photos/35286696@N02/3711671869/"><img class="flickr-small" src="http://farm3.static.flickr.com/2442/3711671869_1cef847a75_m.jpg" alt="Ich (1600x1071)" width="240" height="161" /></a><p class="wp-caption-text">Hier seh ich zugegeben ein wenig kritsch aus.</p></div>
<p>Abends machen wir gemeinsam ein Feuer, fuehlen uns wohl unter dem Dach aus Wolken und Sternen, das der Himmel uns bereitet hat und reden im Gras. Ich entscheide mich als einziger unter freiem Himmel zu uebernachten und werde am morgen von einem der wunderbarsten Sonnenaufgaenge, die man sich vorstellen kann belohnt.</p>
<p>Da ich als erster wach bin mache ich mich auf den Weg in die umliegenden Huegel, renne, gegen die Zeit des guten Lichts und des Batteriestandsanzeige meiner Kamera. Es begegnen mir viele phantastische Szenen und ein paar gelingt es mir auch halbwegs adaequat einzufangen.</p>
<p>Auf dem hoechsten Huegel den ich mir ohne Lungenkollaps hochzurennen zugetraut habe mache ich verschwitzt, verkrazt, uebernaechtigt aber zufrieden Pause und beglueckwuensche mich zu meiner Entscheidung das Rauchen wieder angefangen zu haben mit einer Guten-Morgen-Zigarette.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 171px"><a class="flickr-image alignleft" title="DSC02032-2 (1071x1600)" rel="flickr-mgr" href="http://www.flickr.com/photos/35286696@N02/3712456208/"><img class="flickr-small" src="http://farm3.static.flickr.com/2432/3712456208_2ddc0e9401_m.jpg" alt="DSC02032-2 (1071x1600)" width="161" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Der unstete Grund und hin- und wieder Schwimmeinlagen verhindern, dass ich die Kamera weiter flussaufwaerts nehme.</p></div>
<p>Nach meiner Rueckkehr und nachdem sich auch alle Sarahs aus den Betten geschaelt haben gehen wir uns gemeinsam, im hinterm Haus durch eine zierliche und leuchtend gruene Klamm verlaufenden, Gebirgsbach baden. Stromaufwaerts gelangen wir zu einem Wasserfall bei dem wir eine Weile staunend und geniessend innehalten und duschen.</p>
<p>Ich habe mich entschlossen frueher als die anderen zurueckzugehen und so breche ich nach unserem Bad allein und ohne Fruehstueck auf. Der lange Weg den ich nun ohne Pferd zwischen den Beinen bestreite wird mir von verschiedensten Nicas, die mir Wasser, Essen und Transport schenken erleichtert, und ich merke mal wieder in was fuer einem gastfreundlichen Land ich unterwegs bin.</p>
<h2>Bilder</h2>
<p><object width="400" height="300"><param name="flashvars" value="offsite=true&#038;lang=de-de&#038;page_show_url=%2Fphotos%2F35286696%40N02%2Fsets%2F72157621196009265%2Fshow%2F&#038;page_show_back_url=%2Fphotos%2F35286696%40N02%2Fsets%2F72157621196009265%2F&#038;set_id=72157621196009265&#038;jump_to="></param><param name="movie" value="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649" allowFullScreen="true" flashvars="offsite=true&#038;lang=de-de&#038;page_show_url=%2Fphotos%2F35286696%40N02%2Fsets%2F72157621196009265%2Fshow%2F&#038;page_show_back_url=%2Fphotos%2F35286696%40N02%2Fsets%2F72157621196009265%2F&#038;set_id=72157621196009265&#038;jump_to=" width="400" height="300"></embed></object><br />
Der Reisebericht ist eigentlich noch nicht zuende, aber die letzte Etappe nach Ocotal verdient meiner nachtraeglichen Meinung nach nicht allzuviel Bedeutung und wird somit wahrscheinlich ausbleiben.  Demnaechst will ich euch aber wieder auf den aktuellen Stand im Projekt und all den Sachen, die in den letzten zwei Monaten ohne Berichte passiert sind und Erwaehnung verdienen, bringen.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Ganz kurz</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 20:21:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Diesdas]]></category>

		<category><![CDATA[Privates]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ich nach ein wenig Internetabstinenz in den letzten Tagen jetzt quasi unvorbereitet mit einigen Beschwerden ob des Ausbleibens neuer Berichte konfrontiert worden bin, will ich nun zur Besaenftigung der Massen schnell eine Premiere wagen und mich direkt aus dem Internetcafé melden. Tatsaechlich gibts es gerade auch das ein oder andere zu Berichten. Ich bin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a class="flickr-image alignleft" title="Panorama (1600x555)" rel="flickr-mgr" href="http://www.flickr.com/photos/35286696@N02/3711627763/"><img class="flickr-small" src="http://farm3.static.flickr.com/2484/3711627763_55fa22e653.jpg" alt="Panorama (1600x555)" width="500" height="173" /></a><p class="wp-caption-text">Waehrend einem morgentlichen, von der unglaublichen Natur berauschten, Run auf die umliegenden Berge kam dieses und andere Fotos zustande.</p></div>
<p><span id="more-204"></span>Nachdem ich nach ein wenig Internetabstinenz in den letzten Tagen jetzt quasi unvorbereitet mit einigen Beschwerden ob des Ausbleibens neuer Berichte konfrontiert worden bin, will ich nun zur Besaenftigung der Massen schnell eine Premiere wagen und mich direkt aus dem Internetcafé melden. Tatsaechlich gibts es gerade auch das ein oder andere zu Berichten. Ich bin naemlich in Ocotal im Norden. Unterwegs mit <acronym title="Deutsche und meine Mitfreiwillige.">Sarah</acronym>, <acronym title="Deutsche und meine Mitfreiwillige.">Sarah</acronym> II, <acronym title="Nica, Gewerkschafter und mein Gastbruder (28).">Javier</acronym> und Mayde. Mayde und <acronym title="Deutsche und meine Mitfreiwillige.">Sarah</acronym> II koennt ihr nicht kennen, da ihre Existenz quasi erst nach meinem letzten Blogeintrag begann. Also auf die schnelle: Mayde war Au-pair in Deutschland und wohnte davor ein Jahr bei <acronym title="Seit 12 Jahren in Nicaragua lebende Deutsche und meine Projektleitern. (40+)">Svenja</acronym> im Haus. <acronym title="Deutsche und meine Mitfreiwillige.">Sarah</acronym> II ist eine Freundin von unserem Vorgaenger-Freiwilligen <acronym title="Deutscher, wohnt wieder in Deutschland. War als Freiwilliger vor mir hier im Projekt. Mann von Ingrid. (28)">David</acronym> und eigentlich &#8220;nur zu Besuch&#8221;. Sie will zwei Monate hier in der Bibliothek mithelfen. Oder besser wollte, denn nun sind wir ja unterwegs. Und zwar ganz ordentlich. Die Reise begonnen haben wir diesen Montag. Es ging Richtung Norden nach San Francisco Libre. Zwei Stunden Fahrt rund um den Managuasee, von denen ich eine aus Spass an der Freude mit <acronym title="Nica, Gewerkschafter und mein Gastbruder (28).">Javier</acronym> zusammen rauchend und Manu Chao-hoerend und -singend auf dem Busdach verbracht habe. Lungenzerstauebende Staubmassen konnten unserem Wohlgefuehl rein gar nichts anhaben und so erreichten wir mit einer guten Portion einfachsten Lebensgluecks im Gepaeck in der Stadt der Alphabeten an. &#8220;Libre&#8221; deutet naemlich darauf hin dass San Francisco &#8220;libre&#8221;, frei, von Analphabetismus ist. Vor Ort wollten wir uns ein, dem unseren aehnelndes, Bibliotheksprojekt anschauen und wurden von der dortigen <acronym title="Seit 12 Jahren in Nicaragua lebende Deutsche und meine Projektleitern. (40+)">Svenja</acronym>, sprich ihrem 20 Jahre aeltern so-gut-wie-Aequivalent, herzlich aufgenommen. Da wir aufgrund unserer aeusserst nicamaessigen Vorbereitung der Reise selbstverstaendlich keinerlei Absprachen im Vorraus getroffen hatten, zeigte sich jedoch dann, dass wir zielsicher genau die 5 Tage im Jahr erwischt hatten in der keine Freiwilligen im Projekt waren, weil die Alten gerade abgereist waren und die Neuen erst am folgenden Tag kommen sollten. Was zunaechst wie ein Nachteil aussah stellte sich jedoch schnell zumindest als ein leichter Vorteil heraus. So konnten wir naemlich die leerstehende Behausung der alten Freiwilligen zum schlafen nutzen. Und man weiss, ein alleinstehendes Haus + schoenes Wetter + Urlaub + Kippen + Bier = Spass.</p>
<p>Mit diesem schoenen Gedanken an sommerliche Gefuehle muss ich nun vorerst verbleiben, da die Meute presst und wir, nach alter Nica-Tradition auch fuer heute noch kaum Plaene haben und es langsam an der Zeit waere wenigstens eine Schlafgelegenheit aufzutreiben.</p>
<p>Noch was: Es wird demnaechst wunderbarste Naturphotos aus den Bergen hier geben, die muessen quasi nur noch geernet und in die Scheune gefahren werden.</p>
<p>Holadi</p>]]></content:encoded>
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		<title>Kostenlose SMS an mich schicken (Update)</title>
		<link>http://jonasschneider.de/blog/2009/05/kostenlose-sms-an-mich-schicken/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 May 2009 00:56:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Privates]]></category>

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		<description><![CDATA[Svenja hat mir das gerade eben gezeigt und meinte, dass man mir so auch aus Deutschland Nachrichten zukommen lassen kann. Solltet ihr also irgendwelche wichtigen 160-Zeilen-Weisheiten auf Lager haben, die ihr mich wissen lassen wollt so gibt es nun keinen Grund zur Zurueckhaltung mehr. It&#8217;s free! Hell Yeah!

Geht auf diese Seite: http://www.movistar.com.ni/particulares/Default.asp
Scrollt mit der Maus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><acronym title="Seit 12 Jahren in Nicaragua lebende Deutsche und meine Projektleitern. (40+)">Svenja</acronym> hat mir das gerade eben gezeigt und meinte, dass man mir so auch aus Deutschland Nachrichten zukommen lassen kann. Solltet ihr also irgendwelche wichtigen 160-Zeilen-Weisheiten auf Lager haben, die ihr mich wissen lassen wollt so gibt es nun keinen Grund zur Zurueckhaltung mehr. It&#8217;s free! Hell Yeah!</p>
<ol>
<li>Geht auf diese Seite: http://www.movistar.com.ni/particulares/Default.asp</li>
<li>Scrollt mit der Maus nach unten bis zu diesem Handy-Display-Dingsbums.</li>
<li>In das Feld &#8220;# cellular&#8221; tragt ihr meine Nica-Handynummer ein, die da waere: 89965232</li>
<li>In das Feld &#8220;mensaje&#8221; die Nachricht und in &#8220;tu nombre&#8221;, ihr ahnt es, euren Namen.</li>
<li>In &#8220;ingrese el codigo&#8221; den Zahlencode, der direkt unter dem Feld ist, das sind 3- oder 4-stellige Codes zufaelliger Zahlenanordnungen.</li>
<li>Und schlussendlich drueckt ihr dann auf &#8220;enviar&#8221;, &#8220;senden&#8221; auf spanisch.</li>
</ol>
<p>Gracias. Soy Harvey Milk.</p>
<h2>Update</h2>
<p>SMS schicken ist erstmal hinfaellig. Ich hab mein Handy im Taxi verloren. Falls jemand ein altes, funktionstuechtiges Handy hat, das er einem guten Zweck zukommen lassen moechte, so melde er sich doch bei mir. Meine Projektleiterin ist gerade in Deutschland und koennte es mir mitbringen.</p>
<p>Woohooohoo, Gomez!!!</p>]]></content:encoded>
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		<title>Esperanza</title>
		<link>http://jonasschneider.de/blog/2009/04/esperanza/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 22:41:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Diesdas]]></category>

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		<description><![CDATA[Die normalerweise nach deutschen Maßstäben pünktliche Sarah verspätet sich. Wir wollen auf eine Finca, einen dem Namen nach landwirtschaftlichen Betrieb, einige Kilometer südlich von Tipitapa, der der Gemeinde gehört. Bei unserem ersten Besuch haben wir jedoch schon vom Geld- und Konzeptmangel erfahren, der bis jetzt dafür sorgte, dass nichts angebaut sondern das Gelände nur verwaltet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignleft" style="width: 510px"><a class="flickr-image aligncenter" title="DSC01389 (1600x1071)" rel="flickr-mgr" href="http://www.flickr.com/photos/35286696@N02/3483817075/"><img class="flickr-small" src="http://farm4.static.flickr.com/3641/3483817075_b94a200d35.jpg" alt="DSC01389 (1600x1071)" width="500" height="334" /></a><p class="wp-caption-text">Das unglaublich trockene Land verlangt einem viel Optimismus und Imagination ab.</p></div>
<p><a class="flickr-image aligncenter" title="DSC01389 (1600x1071)" rel="flickr-mgr" href="http://www.flickr.com/photos/35286696@N02/3483817075/"><span id="more-195"></span></a>Die normalerweise nach deutschen Maßstäben pünktliche <acronym title="Deutsche und meine Mitfreiwillige.">Sarah</acronym> verspätet sich. Wir wollen auf eine Finca, einen dem Namen nach landwirtschaftlichen Betrieb, einige Kilometer südlich von Tipitapa, der der Gemeinde gehört. Bei unserem ersten Besuch haben wir jedoch schon vom Geld- und Konzeptmangel erfahren, der bis jetzt dafür sorgte, dass nichts angebaut sondern das Gelände nur verwaltet wird.  Ich warte bei <acronym title="Seit 12 Jahren in Nicaragua lebende Deutsche und meine Projektleitern. (40+)">Svenja</acronym>.. Als <acronym title="Deutsche und meine Mitfreiwillige.">Sarah</acronym> kommt brechen wir direkt auf, die Mittagszeit ist in Nicaragua nicht zum Arbeiten gedacht, wir wollen früher da sein.</p>
<p>Unsere Route führt mit dem Bus Richtung Masaya. Die von Horizont zu Horizont reichende Landstraße, die darauf hinrollenden gigantischen Trucks und die umgebende Landschaft erinnern an Easy Rider und Route 66. Der Busfahrer winkt uns am Bestimmungsort nach vorne, wir steigen als einzige aus, mitten in der Pampa. Auf der einen Seite sehen wir einen Verkauf von technischem Gerät und Schrott auf der anderen einige Blechhütten die trostlos und scheinbar unbewohnt ihrem Verfall entgegen sehnen.</p>
<p>Nach einem knappen Kilometer Marsch noch auf der Landstraße treffen wir auf den Verwalter der Finca, der uns mit seiner Frau erwartet. Bernardo und Bernarda - die kraftlose Komik der Namen passt zur Stimmung. Bernardo hat kein Gefährt, auch kein Pferd, also werden wir die drei Kilometer zur Finca laufen. Der Geruch von gerösteten Erdnüssen und Öl hüllt unsere ersten Schritte, die dazugehörige Fabrik bleibt jedoch schnell hinter uns, vor uns nun nur noch das weite Land. Zur Rechten eingerahmt von den Sägezähnen schroffer Vulkanformationen, zur Linken nur begrenzt von graublau bewölktem Himmel.</p>
<p>Wir marschieren stumpf. Bernardo und Bernardas Worte sind so kark wie die Steppe  durch die wir gehen. Die Hitze scheint Vegetation und Sprache gleichsam auszudörren. Ein rauher Wind pfeift durch abgestorbene Bäume und windschiefe Blechverschläge, die wie Mahnmale begrabener Hoffnungen aus dem brüchigen Boden ragen. Die Landschaft wirkt, wie wenn sie das Atmen vergessen hätte.</p>
<p>Doch dann, kurz vor Erreichen der ersten Ausläufer der Finca: Eine göttliche Erscheinung. Vor uns steht ein makellos schwarz glänzender Jungbulle, wie ein opalener Edelstein mitten in der Wüste glänzt er surreal im diffusen, wolkenverhangenen Licht. Von überirdisch wohlgeformter Gestalt schaut er uns ruhig an und trottet dann wie in geheimer Eile weiter. Erst jetzt sehen wir den ihn verfolgenden Besitzer, der uns uns in der selben Eile wie sein Tier zunickend passiert.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a class="flickr-image alignnone" title="DSC01405 (1600x1585)" rel="flickr-mgr" href="http://www.flickr.com/photos/35286696@N02/3483834435/"><img class="flickr-small" src="http://farm4.static.flickr.com/3580/3483834435_7d356af9a2_m.jpg" alt="DSC01405 (1600x1585)" width="240" height="238" /></a><p class="wp-caption-text">Eine der stillen Töchter des Hauses</p></div>
<p>Wir laufen die letzten paar Meter zum Zaun der Finca, steigen drüber, sehen 100 Meter vor uns einen Alten, den wir schon beim letzten Besuch gesehen hatten, mitten auf dem Weg sein Fahrrad reparieren. Auch er lässt uns nahezu unkommentiert vorbeiziehen. Als wir die Behausungen erreichen erwarten uns die scheu blickenden Kinder des Hauses und eine Alte, der Rest scheint ausgeflogen. Die Szenerie gleicht der vom letzten Besuch, ist wie in Lethargie erstarrt. Wir bekommen sehr süßen, lauwarmen Kaffee zu trinken, der nicht nach Kaffee schmeckt. Wollen wissen, was es für uns heute zu tun gibt. Zuerst werden wir die in langen Schoten verpackten Samen eines Baumes sammeln. Bernardo und ich biegen die dünnen, flexiblen Stämme, so dass die Kronen vom Boden zu erreichen sind und <acronym title="Deutsche und meine Mitfreiwillige.">Sarah</acronym> und Bernarda ernten ab. Wir füllen einen halben Sack damit. Ein stille Befriedigung erwächst mir aus der einfachen und klar definierten Arbeit.</p>
<p>Danach befreien wir die Wege der Finca mit der Machete von Unkraut und frischem Gewächs und wenn es mir auch absurd vorkommt, die wenigen grünen Sprösse abzuhacken, fühle ich mich mit jedem Meter gesäuberten Pfadbodens ein Stück zufriedener. Ein Mädchen von vielleicht 10 Jahren begleitet uns die ganze Zeit, ich Frage nach ihrem Namen, sie will ihn mir nicht nennen, irgendwann beginnen wir ein Spiel, ich habe mir einen der abgehackten Zweige mit schönen roten Beeren an den Hut gesteckt, sie klaut ihn mir und lässt ihn dann auf dem Weg wieder fallen, ich nehme ihn wieder an mich, sie klaut ihn wieder. Das geht so fast die ganze Zeit und unterhält uns beide gut. Um zwölf machen Bernardo und Bernarda Feierabend, wir beschließen direkt zu gehen, sagen jedoch zu nächste Woche wiederzukommen. Kurz bevor wir aufbrechen erfahre ich dann doch noch den Namen des kleinen Mädchens, sie heißt <em>Esperanza</em>, Hoffnung.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Taufe in zwei Akten</title>
		<link>http://jonasschneider.de/blog/2009/04/taufe-in-zwei-akten/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Apr 2009 21:37:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Diesdas]]></category>

		<category><![CDATA[Privates]]></category>

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		<description><![CDATA[Erster Akt
Eine von Javiers Schwester, ihren Namen weiß ich immer noch nicht, fragte mich Freitag vor zwei Wochen ob ich nicht bei der Taufe ihres Sohnes als Fotograf dabei sein möchte. Ich sagte zu, da ich bis jetzt in Nicaragua noch keine Messe erlebt hatte und da ich für eventuelle gute Fotos gerne alles mache.
Am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a class="flickr-image aligncenter" title="DSC01257 (1600x1071)" rel="flickr-mgr" href="http://www.flickr.com/photos/35286696@N02/3438860793/"><img class="flickr-small" src="http://farm4.static.flickr.com/3396/3438860793_dd530fcd02.jpg" alt="DSC01257 (1600x1071)" width="500" height="334" /></a><p class="wp-caption-text">Vor der Kirche wartende Taufgäste</p></div>
<h2><span id="more-188"></span>Erster Akt</h2>
<p>Eine von Javiers Schwester, ihren Namen weiß ich immer noch nicht, fragte mich Freitag vor zwei Wochen ob ich nicht bei der Taufe ihres Sohnes als Fotograf dabei sein möchte. Ich sagte zu, da ich bis jetzt in Nicaragua noch keine Messe erlebt hatte und da ich für eventuelle gute Fotos gerne alles mache.</p>
<p>Am Sonntagmorgen dann, nach einer langen Nacht in der Gott und die Welt sich einiges von <acronym title="Nica, Anwalt und mein Mentor vor Ort (25).">Mijail</acronym> und mir hatten anhören müssen, bereue ich allerdings meinen Eifer und quäle mich unwillig aus den Laken. Die Taufeltern und der Täufling sind schon rausgeputzt, Vater und Mutter fast Ton in Ton limonig, der kleine in einem weißen Anzug der aussieht als ob er seinen Träger fressen wollte. Sie gehen schon los, ich frühstücke noch und will dann nachkommen.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 171px"><a class="flickr-image alignright" title="DSC01329 (1071x1600)" rel="flickr-mgr" href="http://www.flickr.com/photos/35286696@N02/3438869785/"><img class="flickr-small" src="http://farm4.static.flickr.com/3551/3438869785_71553112fe_m.jpg" alt="DSC01329 (1071x1600)" width="161" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Javiers Schwager mit Sohn</p></div>
<p>An der Kirche angekommen überrascht mich zunächst die große Menge an Verkäufern und im offenen Kirchentor wartender Menschen. Ich stromere ein wenig herum, weiß nicht so recht wie ich ins Schiff gelangen soll, ärgere mich, dass ich nicht früher da war. Doch schon kurze Zeit später entdecke ich die Taufeltern, Entwarnung, sie warten auch, die laufende Messe hat nichts mit „unserer&#8221; Taufe zu tun. Ich begebe mich also wieder auf die Pirsch nach Motiven, komme dabei, nachdem ich ihn photografiert habe, mit einem Herrn, der neben mir auf der Mauer sitzt ins Gespräch. Er erzählt mir von seiner Arbeit, er vertreibt irgendeine Chemikalie, ich frage ihn ob er zufrieden ist mit der Arbeit, er antwortet - wie fast alle die ich bis jetzt fragte - dass man froh sein kann, wenn man eine Arbeit hat und nicht, wie so viele Nicas nach Costa Rica oder in die USA Gastarbeiten gehen muss. Währenddessen beobachte ich ein paar Waghalsige, wie sie im Dienste der Kirche Knallkörper aus der bloßen Hand in die Luft schiessen. Das Knallen ersetzt das Kirchengeläut, es geht auf Ostern zu, das scheint der Grund für dieses Feuerwerk zu sein.</p>
<p>Nachdem ich zuerst vermutete, dass es am Anschluss an die erste Messe noch eine zweite mit unserem Täufling geben wird, werde ich nun eines Besseren belehrt. Eine zweite gibt es nicht. Nach dem Ende der Messe beginnt ein entspannt anmutender, jedoch zügiger Austausch der Menschenmasse vor den Toren mit denen in der Kirche. Einige Wasserverkäufer werden auch mit hereingespült und betreiben im inneren weiter munter ihr Geschäft. Ich spreche daraufhin Javiers Schwester auf die Bibelstelle an, wo Jesus die Händler aus dem Tempel wirft, sie zuckt mit den Achseln und grinst, meint, dass die Händler die Bibel wohl nicht lesen würden.</p>
<p>Die Taufe selbst ist Akkordarbeit, der Pastor betont einige Male, dass die Taufpaten selbstverständlich katholisch getauft sein müssten, da sie sonst dem Täufling ja kaum die richtigen Weisheiten mit auf den Weg geben könnten - das scheint wohl häufiger mal vergessen zu werden. Danach arbeitet er routiniert die Schlange aus Taufpaten und Täuflingen ab, die sich vor ihm aufgereiht hat. Ein Segen für alle. Dann geht&#8217;s zum Taufbecken. Hier das selbe Bild. Ich beobachte ihn sogar, wie er zwischen zwei Täuflingen auf die Armbanduhr schaut - in Deutschland würden die Taufeltern für diese Unverschämtheit wohl nichts weniger als die Kirche anzünden, oder zumindest den Pfarrer. Nach kaum zehn Minuten ist die „Zeremonie&#8221; vorbei, die Welt ist um ein knappes Dutzend katholischer Christen reicher. Der wichtigste Teil kommt erst jetzt: das perfekte Tauffoto. Ich  gebe mir redlich Mühe, kabbelle mich mit einer Armada Paparazzi um den besten Blick aufs Taufbecken. Die entstandenen Photos gefallen mir nicht, die Taufgemeinschaft aber scheint zufrieden.</p>
<h2>Zweiter Akt</h2>
<p>Nach dem geistlichen in der Vorwoche steht nun das weltliche Tauffest an. Dafür wurde eine beachtliche Gruppe aus Verwandten, Freunden und Nachbarn im Hofe Bobadilla versammelt. Die geladenen, vor allem die Frauen und Kinder haben sich für den Anlass herausgeputzt. Die Frauen fast generell mit etwas zu viel Mut zur Farbe und zum Make-Up, die Mädchen vorwiegend als Prinzessinnen.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 171px"><a class="flickr-image alignleft" title="DSC01367 (1071x1600)" rel="flickr-mgr" href="http://www.flickr.com/photos/35286696@N02/3439689132/"><img class="flickr-small" src="http://farm4.static.flickr.com/3604/3439689132_141f08b7ca_m.jpg" alt="DSC01367 (1071x1600)" width="161" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Blick in den von Gästen gut gefüllten Innenhof von Javiers Haus. Im Zentrum: Die Piñata.</p></div>
<p>Es soll eine „Piñata&#8221; für die Kinder geben, wovon mir schon oft erzählt wurde, was ich jedoch noch nicht zu sehen bekommen hatte. Bei einer Piñata, die hier in Nicaragua zu jedem ordentlichen Fest mit kindlicher Beteiligung gehört, geht es für die Kleinen darum, mit einem Stock ein erhöht aufgehängtes und mit Süssigkeiten gefülltes Gebilde aus Pappmaché, schlagend um seine Schätze zu erleichtern. Nach den begeisterten Erzählungen war ich allerdings vom Gesehen dann ein wenig enttäuscht, mir schien es, dass weder die Kinder noch die Zuschauer direkt von Euphoriestürmen gebeutelt waren. Aber da es ohne Piñata, ebenso wie ohne in Neonfarben leuchtende mehrstöckige Torten, wohl kaum ein gesellschaftlich akzeptiertes Kinderfest in Nicaragua geben kann, musste diese Pflichterfüllung denn eben sein. Was den Kuchen betrifft fiel sie den Gästen augenscheinlich schon deutlich leichter. Auch eisgekülte „Gaseosa&#8221; (Coca Cola) flossen in Strömen und so gingen am Ende des Tages alle, mit vom Zucker vermutlich schon leicht kristallinen Blut, zufrieden und satt nach Hause.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Ein Mann fällt in einen Brunnen</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 20:19:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Privates]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern Abend.
Der Tag war so heiß, dass ich selbst jetzt, kurz nach 9 noch schwitze, als ob es was zu gewinnen gäbe. Gibt es aber nicht. Ich schwitze umsonst. Ich bin am eindösen. Die Mücken haben das Buffet bereits eröffnet und wie immer wenn es etwas umsonst gibt kennt keiner ein Maß. Wie die Viecher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern Abend.</p>
<p>Der Tag war so heiß, dass ich selbst jetzt, kurz nach 9 noch schwitze, als ob es was zu gewinnen gäbe. Gibt es aber nicht. Ich schwitze umsonst. Ich bin am eindösen. Die Mücken haben das Buffet bereits eröffnet und wie immer wenn es etwas umsonst gibt kennt keiner ein Maß. Wie die Viecher zulangen erinnert an Kaffeefahrtverhalten Deutscher Endsechziger, es scheint da einen gemeinsamen Vorfahren zu geben. Meine Unterarme verwandeln sich in Vulkanlandschaften, im Land der Tausend Vulkane vielleicht ja ein gutes Omen. <span id="more-181"></span>Ich zweifle jedoch und grüble über meine Blutgruppe nach, die Chancen dass ich bald Transfusionen brauche stehen gut, der Blutverlust ist enorm.</p>
<p>Unterbrochen werde ich in meiner Agonie von Sirenengeheul. Im Prinzip nichts ungewöhnliches. Nicas und Sirenen bzw. Hupen führen vermutlich schon seit Aufkommen der erste Automobile im Land eine innige Beziehung. Auch kein Raggaeton-MC, der was auf sich hält verzichtet darauf seine Beats mit regelmäßigem Hornstößen, aufzu - naja, ich weiß nicht - pimpen? Doch dieses mal hält der  Ton an, der rollende Beat bleibt aus und es beginnt keiner mit dem Anpreisen von Avocados oder Fernbedienungen. Es scheint etwas ernstes zu sein.</p>
<p>Tatsächlich rauscht auch schon wenig später ein Einsatzwagen der örtlichen Feuerwehr am Haus vorbei. Während mir ein Feuerwehreinsatz in Deutschland noch nicht mal ein Gähnen entlockt und ich auch im Traum nicht darauf käme einen Hängemattenplatz dafür aufzugeben sieht die Situation hier etwas anders aus. Einen Feuerwehrwagen sieht man hier ähnlich selten wie einen kinderlosen, blondgelockten Nica mit kurzer Hose. <acronym title="Seit 12 Jahren in Nicaragua lebende Deutsche und meine Projektleitern. (40+)">Svenja</acronym> holt erste Informationen von der allezeit bestinformierten Claudia ein: Drei Häuser weiter scheint ein Mann auf mysteriöse Weise in den eigenen Brunnen gestürzt zu sein und ebenda die letzten beiden Stunden auf die Feuerwehr wartend verbracht haben. Rettungsversuche von Familien und  Freunden scheiterten mehrmals an gerissen Seilen und anderen technischen Schwierigkeiten. <acronym title="Seit 12 Jahren in Nicaragua lebende Deutsche und meine Projektleitern. (40+)">Svenja</acronym> erzählt weiter, dass es durchaus vorkommt, dass die Feuerwehr nicht ausrückt, da sie kein Benzin hat. Gemessen daran sind also zwei Stunden noch ein echter Glücksfall.</p>
<p>Mittlerweile hat sich schon ein Heer Schaulustiger in der Straße formiert. Ganz zweifellos waren einige der Aufgelaufenen schon im Bett, aber wer will sich so etwas schon entgehen lassen? Nur kurze Zeit nach der Feuerwehr fährt ein Aufnahmewagen des lokalen Nachrichtensenders, begleitet von einer LaOla vergnügt-schadenfrohen Lachens vor. Alle sind bester Laune; es herrscht Festtagsstimmung. Ich ertappe mich dabei, wie ich nach Bratwurstverkäufern und Bierbänken Ausschau halte, natürlich vergeblich. Viel fehlt jedoch nicht. Das Haus des Unglücklichen ist mittlerweile zum öffentlichen Ort erkoren worden. Alle möglichen Leute gehen aus und ein um das Geschehen möglichst unverfälscht und in der ersten Reihe erleben zu können, auf der Gegenseite erlaubt der Blick auf Nachbars TV selbiges. Die Familie ist nirgendwo zu sehen. Vermutlich hat sie sich vor Scham verkrochen oder ist, was ich ihr wünschen würde, im Urlaub ebenfalls am Fernseher und amüsiert sich wie alle restliche Welt auch. Nach fünf Minuten wird der Gepeinigte mit Halskrause, die ihm zu seinem eigenen besten den Blick auf das umgebende Geschehen verwehrt, auf einer Bahre herausgefahren und im mittlerweile auch angekommen Krankenwagen verstaut. Anschließend entbrennt noch ein kurzer Streit unter den vom Fernsehen interviewten Umstehenden, der vom großartigen Finale der Vorstellung, dem Nichtanspringen des Krankenwagens beendet wird. Die Meute hilft schieben, der Wagen quält sich wackelnd um die Straßenecke. Die Vorstellung ist zu Ende.<br />
Wie <acronym title="Nica, wohnt bei Svenja, Freundin von Dinah und Frau von David (17).">Ingrid</acronym> zusammenfassend bemerkt werden heute wohl alle glücklich ins Bett gehen. Im Gedenken an den uneigennützigen Heroen. Schöne Vorstellung.</p>
<p>Wie das eben so ist hatte ich just an jenem Abend meine Kamera, das erste mal seit Wochen daheim gelassen. Darum kein Bildmaterial zum Vorfall.</p>]]></content:encoded>
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