Wir sind unterwegs nach Westen. Wir wollten zu einem Vulkan, nun wollen wir zu einem See. Wir müssen tanken. Alles ist Orange. Der Himmel, die Straße, die Tankstelle, die Scheiben der Autos, die Menschen. Ein sirrendes Orange, das brennt wie die endlosen Gaswüsten der Sonne. Man weiß es wird ersticken. Der Himmel brennt. Gleichzeitig beginnen pastellfarbene Töne von grün, hellblau, dunkelblau, grau, schwarz das Feuer zu löschen. Klänge der verblassenden Sonne und der hereinbrechenden Dämmerung. Man hört das Echo der ersten Zikaden, die Luft vibriert noch von der Hitze des Tages. Gesättigt von Benzin und heiß gewordenem Gummi, Abgasen, und verbranntem Müll, dem zischenden Rollen des nicaraguanischen Spanisch. Es wird getankt. Wir warten. Mijail steigt aus um zu bezahlen. Jetzt sehe ich ihn. Das Motiv. Ein Kerl, der die parkenden Autos bewacht und dafür Klimpergeld verlangt. Er hat minzblaue Augen, die aus seinem braungebrannten Gesicht stechen. Staubiges Haar. Er trägt ein minzblaues Hemd. Seine Haut und sein Hemd, seine Augen leuchten um die Wette. Komplementär im Widerschein der letzten Sonnenstrahlen.
Ich zögere. Mijail kommt zurück.
Wir fahren weiter.
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2 Portionen Senf
ganz, ganz toller blog!
schade dass das mit dem foto nix geworden is, das hätte ich doch durchaus gerne gesehn nach der tollen beschreibung
gracia por todas su ayuda a los niños de tipitapa se les quiere